Was für ein Renntag! Im Rahmen der Finals in Hannover stand für uns am vergangenen Samstag der zweite Renntag der STÜBBE Ruder-Bundesliga 2026 auf dem Programm. Bei perfekten Bedingungen mit Sonnenschein, leichtem Schiebewind und spiegelglattem Wasser durften wir nicht nur vor einer außergewöhnlich großen Zuschauerkulisse rudern. Unsere Finalrennen wurden sogar live im ZDF übertragen – eine Bühne, wie sie der Rudersport nur selten bekommt.

Nach unserem Saisonauftakt in Berlin gingen wir erstmals als Tabellenführerinnen an den Start. Mit den gelben Leader-Shirts ausgestattet, waren wir diesmal nicht mehr die Jägerinnen, sondern die Gejagten. Entsprechend groß war die Anspannung, unsere Leistung erneut bestätigen zu können.

Eine Besonderheit der Finals war das Teilnehmerfeld: Neben den sieben Bundesliga-Teams gingen auch drei Frauenachter des Deutschen Ruderverbandes mit Nationalmannschaftsathletinnen an den Start. Für die Bundesliga-Wertung spielten diese Boote zwar keine Rolle, sportlich sorgten sie aber für zusätzliche Spannung und die Möglichkeit, sich mit Deutschlands besten Ruderinnen zu messen.

Schon im ersten Vorlauf konnten wir zeigen, dass wir unsere Form aus Berlin mitgebracht hatten. Gegen Kiel, Hannover und einen der Deutschlandachter fuhren wir die schnellste Zeit aller Bundesliga-Boote und waren sogar schneller als eines der drei DRV-Boote: ein Auftakt, der uns zusätzlich Selbstvertrauen gab.

Gute Gründe für gute Laune: das Alstersprinter-Team. Foto: Mareike Stölzner / Ruder-Bundesliga

Im Viertelfinale warteten mit Essen/Kettwig direkt einer unserer stärksten Konkurrenten sowie das neue Boot aus Kiel. In einem packenden Rennen schenkten sich beide Boote keinen Meter. Erst auf den letzten Schlägen konnten wir uns mit gerade einmal einer Zehntelsekunde Vorsprung durchsetzen und den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Dort trafen wir auf den Meenzer Express und das Team aus Hannover. Auch dieses Rennen entwickelte sich zu einem engen Duell, doch erneut konnten wir unsere Stärke ausspielen und uns knapp den Sieg sichern. Damit stand fest: Wir würden erneut im A-Finale stehen.

Da sich gleichzeitig alle drei DRV-Boote ebenfalls für das A-Finale qualifiziert hatten, war bereits nach unserem Halbfinale klar: In der Bundesliga-Wertung konnte uns niemand mehr den Renntagsieg nehmen. Der Jubel im Team war riesig. Zum dritten Mal in Folge durften wir einen Renntag der Bundesliga für uns entscheiden und gleichzeitig unsere Tabellenführung verteidigen.

Das Finale selbst wurde damit zum absoluten Bonus. Gemeinsam mit den drei Nationalmannschaftsachtern wollten wir zeigen, was in uns steckt. Lange konnten wir besonders über die Startphase hinaus hervorragend mithalten und erneut beweisen, wie sehr wir uns in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Am Ende fehlte nur ein kleines Stück zu einer Finals-Medaille. Knapp hinter dem dritten DRV-Boot erreichten wir das Ziel. Natürlich hätten wir die Kirsche auf der Torte gerne noch mitgenommen – gleichzeitig waren wir unglaublich stolz auf unsere Leistung und darauf, wie konkurrenzfähig wir mittlerweile auf unserer Paradestrecke auch gegen Deutschlands beste Ruderinnen geworden sind.

Mit dem dritten Renntagsieg in Folge setzen wir unsere Erfolgsserie aus der vergangenen Saison fort und dürfen auch beim nächsten Renntag am 22. August in Osnabrück weiterhin die gelben Leader-Shirts der Tabellenführerinnen tragen. Darauf sind wir unglaublich stolz – wissen aber auch, dass die Saison noch lang ist und die Konkurrenz nur darauf wartet, uns von der Spitze zu verdrängen.

Hamburg jubelt! Foto: Alexander Pischke / Ruder-Bundesliga

Ein ganz besonderes Highlight waren die Finals selbst. Vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse und mit Live-Übertragung im ZDF durften wir unseren Sport auf einer Bühne präsentieren, die man nur selten erlebt. Diese Atmosphäre wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Frauen-Teams der STÜBBE Ruder-Bundesliga sowie den Mannschaften des Deutschen Ruderverbandes für die spannenden und fairen Rennen. Herzlichen Glückwunsch an den Meenzer Express zum zweiten Platz der Bundesliga sowie an den Amrop Ruhr-Achter Essen-Kettwig zu Bronze. Ebenso gratulieren wir den drei DRV-Achtern zu ihrer starken Leistung und den Plätzen eins bis drei in der Finals-Wertung. Ebenso danken wir unseren Trainern Patrick Wiechens und Ortwin Höller, unseren Heimatvereinen der RG Hansa, dem Der Hamburger und Germania Ruder Club sowie dem Ruderclub Allemannia für ihre Unterstützung. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an unsere Sponsoren WAYES und DEXTRO ENERGY.

Außerdem gratulieren wir unseren Hamburger Kollegen, den Sweepboys Hamburg, ganz herzlich zu ihrem erneuten Renntagsieg. Damit führen sowohl die Hamburger Frauen als auch die Hamburger Männer weiterhin die Tabelle der STÜBBE Ruder-Bundesliga an – ein starkes Zeichen für den Rudersport in Hamburg.

Jetzt richten wir unseren Blick auf den nächsten Renntag am 22. August in Osnabrück. Wir freuen uns darauf, die Leader-Shirts erneut zu tragen, und werden alles dafür geben, unsere Erfolgsserie fortzusetzen.

Euer Alstersprinter


Titelbild: Marcel Kipke / Runderbundesliga