Vom 12. – 15. März 2026 ging es für eine bunt gemischte Crew aus ehemaligen und aktiven Ruderinnen beim traditionsreichen Women’s Eight Head of the River Race in London an den Start. Mit dabei waren Ruderinnen aus dem Hamburger und Germania Ruderclub, der RG Hansa und dem Bessel RC Minden.
Die Mannschaft, bestehend aus Freundinnen aus Hamburg und Minden, konnte sich in einem starken internationalen Feld behaupten: Als zweitschnellstes Boot in der Kategorie „Overseas“ und mit einem respektablen 140. Platz bei 350 Booten in der Gesamtwertung blickt das Team auf ein gelungenes Rennen zurück.

Die Mannschaft nach dem Rennen (v.r.n.l.): Pia Groß (DHuGRC), Janna Brüggemann (Bessel RC), Charlotte Götting (RG Hansa), Anna-Maria Brendel (Bessel RC), Kim-Alina Espey (DHuGRC), Steuerfrau Elisa Träger (DHuGRC), Tessa Gerstmeyer (Bessel RC), Antonia Sachtleben (Bessel RC) und Loretta Brückner (Bessel RC)
Die Bedingungen auf der Themse waren eher untypisch für das Frühjahr in London – strahlender Sonnenschein bei gleichzeitig kühlen Temperaturen und viel Wind. Trotz der frischen Luft war die Stimmung hervorragend, und die Freude am gemeinsamen Rudern stand klar im Mittelpunkt.
Vorbereitet hatte sich die Crew seit dem Herbst mit Trainingswochenenden in Hamburg und Minden. Ursprünglich waren zwar mehr Wochenenden geplant, aber die zugefrorenen Gewässer am Jahresanfang machten mehr gemeinsames Training leider nicht möglich. Zudem ging das Team bereits beim Fari Cup in ähnlicher Besetzung an den Start, was eine wichtige Grundlage für die Abstimmung im Boot bildete.
Besonders bemerkenswert: Ein Großteil der Mannschaft rudert inzwischen nicht mehr aktiv. Die Mitglieder der neu gegründeten Mannschaft leben überall in Deutschland verteilt – von Berlin über Hamburg und München bis nach Düsseldorf und Heilbronn. Umso schöner war es, für dieses Projekt zusammenzukommen und gemeinsam ins Boot zu steigen.

Die Hamburger Ruderinnen nach dem Rennen (v.r.n.l.): Pia Groß (DHuGRC), Charlotte Götting (RG Hansa), Kim-Alina Espey (DHuGRC), Elisa Träger (DHuGRC)
Die Idee für die Teilnahme entstand im vergangenen Jahr: Janna Brüggemann, ehemalige Schlagfrau des Hamburger Alstersprinters, war 2025 in London, um ihren Mindener Freund beim Männerrennen zu unterstützen. Gemeinsam mit weiteren ehemaligen Mindener Ruderinnen, die ebenfalls das Männerboot begleiteten, entstand die spontane Idee, im darauffolgenden Jahr selbst beim Frauenrennen anzutreten.
Gesagt, getan: Janna kontaktierte daraufhin ehemalige Teamkolleginnen aus Hamburg – und schnell war klar, dass auch diese sich für dieses besondere Projekt begeistern konnten. Das Boot sowie der Bootstransport wurden dabei großzügigerweise von Alexander Pischke vom Bessel-Ruder-Club Minden gestellt und organisiert.
Das Ergebnis ist nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern vor allem ein schönes Beispiel dafür, wie der Rudersport Menschen auch über Jahre und Entfernungen hinweg verbindet. Es war ein Wochenende, das allen Beteiligten über das Rudern hinaus sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.