Auch dieses Jahr ist der Bundesstützpunkt Hamburg/Ratzeburg mit der U23-Trainingsgruppe nach Erba an den Lago di Pusiano gefahren. Am Dienstag, den 3. März, ging es für uns um 5 Uhr mit dem Bootshänger in Allermöhe los. Die Fahrt verlief ruhig und somit sind wir nach 15 Stunden Fahrt pünktlich zum Abendessen angekommen.
Am nächsten Morgen haben wir direkt alle Boote aufgeriggert und konnten unsere ersten Kilometer des Jahres auf dem Wasser sammeln. Italien hat uns mit sehr guten Bedingungen empfangen, so war der Einstieg ins Rudern nach der langen Eiszeit sehr erfreulich.
In der ersten Woche lag unser Fokus vor allem auf der Grundlagenausdauer. Da wir auch einen Anhänger mit unseren Rennrädern mitgenommen haben, konnten wir zur Abwechslung auch Rennrad fahren. Leider gab es dieses Jahr einen Sturz, und eine Person musste verletzungsbedingt abreisen.
Da wir am Ruderzentrum Zugang zu einem Kraftraum hatten, durfte das Krafttraining auch nicht fehlen. Am Sonnabend sind wir unsere erste Belastung gefahren – jedoch auf dem Ergo. Auch wenn wir alle gerne gerudert wären, durften wir das Ergo auch im Trainingslager nicht vernachlässigen: Am 28. März steht in Leipzig der 2000-Meter-Ergotest an, für den wir natürlich optimal vorbereitet sein wollen. Anschließend sind wir an unserem freien Nachmittag nach Como gefahren und haben in der Sonne ein Eis genossen.

Lago di Pusiano. Foto: Laura Stapmanns
Die nächsten Tage haben wir fleißig unsere Kilometer gesammelt und der ein oder andere ist dann auch mal 30+ Kilometer im Kleinboot gefahren. Eine normale Rudereinheit dauerte jedoch 120 Minuten, in denen wir je nach Leistungsstand meistens zwischen 20 und 26 Kilometer gefahren sind.
Das Trainerteam wurde von Mark Amort unterstützt, dem Sportwissenschaftler des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein. Er ist mit vielen Sportlerinnen und Sportlern Messboot gefahren. Dabei sind Sensoren im Boot verbaut, um detaillierte Angaben über die Kraftabgabe, Schlaglänge etc. zu bekommen. So konnten wir mithilfe dieser Messdaten unser Rudern analysieren und somit optimal Fortschritte erzielen.
In der zweiten Woche sind wir dann mehr Belastungen gefahren – auf dem Wasser und auf dem Ergo. Am Montag (16. März), unserem letzten Trainingstag, haben wir unsere Abschlussbelastung über 2000 Meter auf dem Wasser absolviert. Wir konnten in diesen zwei Wochen gute Fortschritte machen und freuen uns auf die kommende Saison 2026. Diese startet wie jedes Jahr in Leipzig mit dem 2000 Meter Ergotest und der Sechs Kilometer Langstrecke im Kleinboot.
Vielen Dank an Jan Suhrhoff (U23-Landestrainer) und Tim Schönberg (Bundestrainer U23 Männer Skull) für die Organisation. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, diese zwei Wochen unter optimalen Voraussetzungen zu trainieren.
Gruppenfoto: Jan Suhrhoff