Nach der Regatta in München sind wir zu fünft mit unserem Trainer direkt weiter nach Gavirate am Lago di Varese gefahren. Gemeinsam mit den Teams der Fari und der Hansa war geplant, die Zeit mitten in der Saison für einen gezielten Block im Kleinboot zu nutzen. Mit dabei waren ein Junioren-Zweier ohne und drei Juniorinnen-Einer. Ziel war es, technisch und physisch noch einmal einen Sprung zu machen, damit wir optimal vorbereitet die Regatta Köln und die Kleinbootüberprüfung in Hamburg antreten können.

Das Wetter war zu Beginn deutlich unbeständiger, als wir es aus dem Trainingslager im März gewohnt waren. Es war windiger, was uns zeitweise einen Strich durch den Trainingsplan machte. Nach ein paar Tagen besserte sich die Lage, und wir konnten das typische glatte Wasser auf dem Lago di Varese genießen. Unser Tagesplan ähnelte dem im März: Die frühen Morgenstunden und die späten Nachmittage haben wir für das Rudern genutzt. Zu diesen Zeiten herrschten die besten Bedingungen auf dem See, um konzentriert an unserer Technik zu arbeiten und unsere Schläge auf den großen Seerunden zu verfestigen.

Um das Training etwas variabler zu gestalten und nicht nur Kilometer auf dem Wasser zu machen, hatten wir dieses Mal auch unsere Rennräder eingepackt. Die Touren in der Umgebung waren eine gute Abwechslung und haben geholfen, die Landschaft zu genießen und für ein paar Einheiten etwas Abstand vom Rudern zu gewinnen, ohne das Training zu vernachlässigen. Zusätzlich haben wir, wie im März, in der mittleren Einheit Krafttraining eingebaut, um weiterhin Kraft für die folgenden Rennen aufzubauen.

Das Trainingslager war abseits des Wassers sehr durch die Gemeinschaft mit den anderen Clubs geprägt. Mittags sind wir meistens als Club unter uns geblieben, haben uns Nudeln gekocht und uns damit in die Sonne gesetzt, um das schöne Wetter zu genießen. Abends haben wir zusammen mit der Fari und der Hansa gegessen und uns jeden Tag mit dem Kochen abgewechselt. Das hat nicht nur die Organisation erleichtert, sondern auch dafür gesorgt, dass die Trainingsgruppen enger zusammengerückt sind.

In einem Trainingslager dürfen die Belastungen natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt dreimal sind wir zusammen mit den anderen Clubs Belastungen gefahren, um den aktuellen Stand unter Druck zu testen und die unterschiedlichen Komponenten der 2000 Meter zu üben. Die Strecken wurden dabei immer kürzer, allerdings nicht weniger anstrengend. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit den Fortschritten, die wir über die Belastungen gemacht haben. Unsere finale Abschlussbelastung werden wir in Köln fahren, bevor es in die unmittelbare Vorbereitung auf die KBÜ geht. Insgesamt sind wir als Team in dieser Zeit definitiv noch fester zusammengewachsen. Wir fühlen uns nach diesen intensiven Tagen sehr gut vorbereitet und freuen uns jetzt darauf, die Form im Rest der Saison zu zeigen.