Nach der langen Wintersaison konnten wir endlich wieder aufs Wasser und die Einheiten draußen genießen. Zur Vorbereitung auf die kommende Wettkampfphase verbrachte unsere Juniorengruppe zwei intensive Märzwochen in Varese in Norditalien.
Die Bedingungen dort hätten kaum besser sein können: Über weite Strecken zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, und der See lag meist ruhig da. Die umliegende Landschaft mit Blick auf die Berge sorgte zusätzlich für eine besondere Trainingsatmosphäre.
Unsere Tage folgten einem klaren Rhythmus. Früh am Morgen starteten wir mit der ersten Einheit auf dem Wasser, bei der vor allem Ausdauer im Fokus stand. Nach der Rückkehr gab es Frühstück, bevor später am Vormittag technische Inhalte trainiert wurden. Dabei ging es häufig um Feinabstimmung und ungewohnte Übungen, die einiges an Konzentration und Balance erforderten.
Ein fester Bestandteil des Tages war das gemeinsame Mittagessen: Jeden Tag gab es Pizza, die wir zusammen draußen auf der Terrasse aßen – eine willkommene Pause zwischen den Einheiten. Anschließend nutzten viele die Zeit zur Erholung, bevor es am Nachmittag erneut aufs Wasser ging. In dieser Einheit wurden neben weiteren Kilometern oft auch intensivere Abschnitte eingebaut, um Geschwindigkeit und Technik unter Belastung zu verbessern. Ergänzt wurde das Programm durch athletische Übungen an Land.
In regelmäßigen Abständen standen fordernde Belastungseinheiten auf dem Plan, bei denen längere Strecken in unterschiedlichen Intensitäten absolviert wurden. Für die erste Belastung standen 2×4 Kilometer auf Schlagzahl 22/24 auf dem Plan. Die nächsten zwei Belastungen waren 3×2-Kilometer-Strecken auf Schlagzahl 24/26/28 und 28/30/32. Den Abschluss bildete eine abschließende Belastung, für B-Junioren 1500 Meter und für A-Junioren 2000 Meter. Sie kam einer Wettkampfsituation nahe und vermittelte einen guten Eindruck vom aktuellen Trainingsstand.
Neben dem sportlichen Teil blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Trainings, wie zum Beispiel Ausflüge nach Varese, zum Ruderkleidungsausstatter Dibi und nach Mailand. Diese Momente sorgten für Abwechslung und stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.
Insgesamt waren die Tage geprägt von intensiver Arbeit, aber auch von vielen gemeinsamen Erlebnissen. Mit vielen gesammelten Eindrücken und Fortschritten im Gepäck richten wir nun den Blick auf die anstehenden Herausforderungen der Saison.
Co-Autor und Fotos: Nando Schmidt