Saison 2016 und Meisterschaft






von Jan Suhrhoff

Die Meisterschaften stehen bevor, nicht in Essen - wie zunächst geplant - sondern zuhause in Hamburg. Drei Wochen vor den Meisterschaften beschloss der DRV zusammen mit dem Veranstalter eine Verlegung, da der Baldeneysee wegen Algenbewuchses aktuell nicht zu berudern ist. Da in den letzten Wochen viele Baustellen neben dem eigentlichen Training entstanden sind, kam die Berichterstattung etwas zu kurz. Allerhöchste Zeit also vor dem nationalen Saisonhöhepunkt einen Überblick über die bisher geruderten Regatten zu geben. 

In drei Teilen möchte ich Euch in den nächsten drei Tagen unsere Club-Sportler vorstellen und vielleicht den einen oder anderen von Euch an den Finaltagen nach Allermöhe zum Zuschauen locken. 

Senioren: 

Sven Eric Berger rudert in seinem ersten Senior-Jahr zusammen mit Jascha Ningelgen von der Allemannia. Dank einer grandiosen Frühform konnten sie bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften am Anfang der Saison die Bronze-Medaille errudern, was sie sofort in den Kreis der möglichen Nationalmannschaftskandidaten brachte. Bei der zweiten Kleinbootüberprüfung in Hamburg im Mai machten Gewichtsprobleme ein Wiederholen der guten Leistung unmöglich und Sven und Jascha wurden nur viertes U23-Boot. Bei den weiteren Regatten Gent und Ratzeburg lieferten die beiden solide Ergebnisse ab. Um sich für die U23-WM in Rotterdam zu qualifizieren, müssen sie jetzt schneller sein als alle anderen Boote die nicht im Vierer-ohne sitzen. Mit einer Medaille sollte ihnen das gelingen - eine schwere, aber nicht unmögliche Aufgabe. Auch mit dem ersten leichten DRV-Achter hat Sven sehr gute Medaillenchancen. 

Marc Kammann konnte sich bei der Kleinbootmeisterschaft in Köln mit Partner Alexander Vollmer vom ARV Hanseat als 8. U23 Boot ebenfalls in eine gute Ausgangsposition Richtung WM Rotterdam bringen. Leider verspielten die Jungs alles bei der zweiten  Überprüfung in Hamburg, wo sie nur 12. werden konnten. Auf der Meisterschaft sitzt Marc im zweiten DRV-Achter, was ihm vermutlich eine Medaille bringen wird. Richtung U23-WM sieht es allerdings schlecht aus. Momentan sind die Jungs der Zweier hinter der Ersatz Position. Leider nur ganz dicht dran - fürs erste Jahr kann Marc damit aber trotzdem zufrieden sein. Marc wird außerdem in einem Vierer-ohne an den Start gehen, der aber nur eine kleine Chance auf eine Medaille hat. 

Eric Paul hatte viel Pech bei der Kleinbootmeisterschaft im leichten Einer. Ein schwerer Vorlauf gegen drei Nationalmannschaftskandidaten und schon fand man sich in der zweiten Hälfte auf Platz 25 wieder. Dies wiederum verhinderte, dass er bei der zweiten Überprüfung im vorderen Feld mitfahren durfte. Nach einer guten Leistung in Hamburg erlaubten die Bundestrainer dann doch, dass Eric ins B-Finale aufrücken durfte, was er souverän als Gesamt-Neunter gewann. Richtung Meisterschaft wird Eric versuchen, im leichten Doppelzweier mit Christian Reimann von der Allemannia um die Medaillen zu fahren und auch im Doppelvierer gibt es eine Chance. Für nächstes Jahr muss Eric einfach früher im Saisonverlauf in Top-Form sein um eine Chance auf einen internationalen Einsatz zu haben. 

Junioren A: 

Niklas Hauser startete mit Partner Paul Gralla vom ARV Hanseat behäbig in die Saison. Viele Krankheitsausfälle hinderten die Jungs an den notwenigen Kilometern, die im Zweier-ohne so wichtig sind. Mit dem C-Finale bei der 1. KBÜ in Köln und mäßigen Leistungen in den Mittelbooten bei den Regatten in München und Köln sahen wir die WM-Chancen immer weiter schwinden. Ein weiterer Ausfall von Niklas zwischen München und Köln tat sein übriges. Kurz vor der wichtigen 2. KBÜ in Hamburg kamen sie immer besser in Schwung und mit einem sehr guten Vor- und Zwischenlauf qualifizierten sie beiden sich fürs A-Finale. Damit sind die beiden dank ihrer guten Ergo-Werte zu 95% bei der Junioren-WM in Rotterdam dabei. In welchem Boot entscheidet sich wie immer bei der Meisterschaft und in der anschließenden Mannschaftsbildung. Niklas tritt im Vierer-mit und dem ersten Nord-Ost-Achter an und hat in beiden Booten gute Medaillenchancen. 

Fiete Kolk rudert seit Februar mit Hans-Christian Lütje aus Rendsburg zusammen. Durch die räumliche Trennung war in der Saison das Training natürlich meistens auf Freitag bis Sonntag beschränkt, was uns natürlich einiges an Kilometern kostete. In Köln bei der ersten Überprüfung war das Ergebnis ernüchternd. Die beiden konnten das E-Finale zwar gewinnen, aber dass wir soweit hinten landen würden, hatten wir nicht gedacht. Unser Ziel „zweiter Nord-Ost-Achter" war in weiter Ferne. Was dann folgte war ein auf und ab von guten und schlechten Rennen in München und Köln. In Hamburg konnten sich Fiete und Hans dann steigern, allerdings verhinderte die leicht benachteiligte Außenbahn im Vorlauf einen Sprung in die Top18 und damit in den erhofften Achter. Am Ende werden die beiden Dritte im D-Finale. Schade auch, dass wir auf jeder Regatta Gegenwind hatten und nie unsere Qualitäten bei Schieber zeigen konnten. Für die Meisterschaften haben wir uns aber etwas besonderes ausgedacht: Unsere beiden Clubmitglieder Frederik und Maximilian Fritsch, die seit 3 Jahren in Schweden leben und schon für Schweden bei Junioren-Weltmeisterschaften am Start waren, sind zur Zeit für einen Monat in Hamburg und bereiten sich auf die Junioren EM vor. Sie werden uns neben einem Start im Zweier-ohne im Vierer-ohne verstärken und wer weiß, vielleicht bekommen Fiete und Hans so doch noch ihre Medaillenchance.


Zeitplan DJM
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