Trainingslager Varese









von: Benno Nolkemper (Jg. 2001)

Samstag frühmorgens ging`s los ins diesjährige Frühjahrstrainingslager nach Varese in Italien. Fast alle waren noch im Halbschlaf, und dieser Zustand hielt sich auch noch einige Stunden. Die Fahrt verlief dennoch sehr gut, bis wir in den Italienischen Alpen abends in ein Schneegestöber gerieten. Dieses hatte vor uns bereits die Busse des ARV Hanseat in den Graben geführt. Wir kamen nochmal glimpflich davon. 

Endlich im Hotel angekommen bezogen wir schnell die Zimmer und aßen zu Abend. Nach einer Besprechung für den nächsten Tag lagen alle erschöpft in den Betten. Am nächsten Tag ging es dann erstmal „locker“ mit 2 x 16 km mit dem Training los. Da wir vor dem Trainingslager kaum auf dem Wasser gerudert haben, waren die Hände der meisten danach bereits ziemlich demoliert. Das Programm steigerte sich dann täglich, bis wir am dritten Tag das normale Trainingspensum erreicht hatten, das aus drei Einheiten bestand: 

1.     Morgeneinheit (20-25 km) Rudern + 30-50 min Kräftigung und Gymnastik, danach 2,5 -3 Stunden Mittagspause. 

2.     15 km Rudern 

3.     45 min Radfahren (um den See oder in den Bergen) 

Am vierten Tag wurden dann die ersten Belastungen gefahren. Diese fuhren wir in Gavirate auf der anderen Seite des Sees zusammen mit Hanseat. Die anderen Hamburger Vereine fuhren auf der Strecke bei Varese eine 2 x 6 km Belastung, während wir 3 x 2 km Belastungen gefahren sind. Nachmittags hatten wir frei und teilten uns auf: Eine Gruppe fuhr mit Selim nach Mailand, eine andere mit Matti zu Decathlon (ein bei der Trainingsgruppe sehr beliebter Laden für günstige Sportartikel), eine dritte Gruppe blieb im Hotel, um sich auszuruhen. 

In Mailand wurden einige Fotos gemacht, das wunderschöne Stadtzentrum besichtigt und ein ziemlich überteuertes Eis gegessen. 

Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Training. Jeden dritten Tag wurde Belastung gefahren mit immer höheren Frequenzen. Danach kamen noch Gymnastik und Radfahren, die restliche Zeit des Belastungstages war frei. 

Der zweite Ausflug ging gemeinschaftlich auf einen Berg am Lago Maggiore, der nicht weit entfernt war. Auf diesen musste man erst mit einer kleinen 2-Personen-Fassgondel hinauf fahren und dann noch ein Stück durch Schnee nach oben kraxeln. Von oben hatte man eine wunderschöne Aussicht. Vor der Abfahrt haben wir im Café bei der Gondelstation noch etwas getrunken. Dies wurde uns freundlicherweise vom Vater von Lasse Hümmer spendiert. Dann ging es wieder zurück ins Hotel. 

In der zweiten Woche wurden wir netterweise vom Vorstandsvorsitzenden Dirk Wengler besucht, der uns beim Training zuschaute und mit uns Fahrrad fuhr. In der zweiten Woche gingen wir abends zum „all-you-can-eat“ Pizzaessen; dies war eine willkommene Abwechslung zu den tagtäglichen Nudeln im Hotel. Auch das von unserem Sportvorstand David Kowalski organisierte Grillen am vorletzten Tag bei bestem Wetter am Ufer des Lago di Varese wird uns in Erinnerung bleiben. 

Der letzte Ausflug ging dann für eine Gruppe nach Mailand und für die andere Gruppe an den Lago Maggiore, wo wir  noch einen Berg hinauf wanderten und danach Eis essen gingen. Am letzten Tag kam dann die Abschlussbelastung, welche für die B-Junioren 1500 m und für die A-Junioren 2000 m mit Renngeschwindigkeit bedeutete. Danach wurden die Boote verladen, und es ging zurück in Richtung Hamburg. Dabei verlief die Rückfahrt bis auf kleine Staus gut, und nach 14 Stunden Fahrt kamen wir müde und erschöpft nachts in Hamburg an. 

Abschließend lässt sich sagen, dass das Trainingslager sehr gut verlaufen ist. Einige mussten zwar aufgrund von Krankheit oder Verletzung aussetzen, jedoch hielten sich die Ausfälle noch in Grenzen. Den Gesunden hat das Trainingslager enorm viel sowohl in der Rudertechnik als auch in der Kondition und Kraft gebracht. Es war eine sehr schöne Zeit, jedoch war man auch froh, wieder zuhause in Hamburg zu sein. 

Vielen Dank besonders für das Engagement von Jan, Selim, Matti und Haubi!        

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