Bundeswettbewerb Hürth 2015

BUNDESWETTBEWERB HÜRTH – 3. BIS 5. JULI 2015
 
Dieses Jahr wurde der Bundeswettbewerb der Kinder in Hürth bei Köln auf dem Otto-Maigler See ausgetragen. Aufgrund der angekündigten sehr heißen Temperaturen sollte es zu einem sehr anstrengenden Regatta-Programm für unsere Jungs werden.
 
Am Mittwochmorgen erhielt ich zwei Nachrichten. Der seit 2 Wochen schwächelnde Maxi, mal für einen Tag fit und dann wieder einige Tage nicht, ist nun wieder vollständig genesen. Benno ist seit Anfang der Woche auch leicht erkrankt, wir spekulierten auf eine Erkältung. Es wurde abgesprochen, dass er die Reise nach Hürth trotzdem antritt und die Entwicklung der Erkältung beobachtet wird. Am Mittwochabend kam jedoch der Anruf, dass nun Fieber hinzukam, und nach dem Arztbesuch am Donnerstagmorgen hieß es, dass er auf keinen Fall mitmachen kann.
 
Die Hamburger Ruderjugend fuhr also aus Club-Sicht am Donnerstagmorgen mit reduzierter Mannschaft in Richtung Hürth los, mit insgesamt 58 Kindern und 10 Betreuern. An der Strecke angekommen wurden wir  von einer Bullenhitze begrüßt und es wurden nur  die Boote aufgeriggert, das geplante Training fiel aufgrund der Hitze aus.
 
Der Freitag begann mit der Langstrecke, die übrigens von 3 km auf 2 km verkürzt wurde, da die Regattaleitung Angst um die Gesundheit der Kinder hatte. Eine nachvollziehbare Entscheidung, jedoch finde ich es fraglich, ob die Intensität für die Kinder damit geringer wurde. Hauptvorteil sicher der hierdurch straffere Zeitplan durch kleinere Startabstände, da keine Wende mehr erforderlich war. Andererseits sind die Kinder auf 3 km vorbereitet, die 2 km eine Strecke die man als Kind nirgendwo rudert. Wir haben in den letzten Wochen auch bei warmem Wetter trainiert, meiner Meinung wäre eine Verlegung in die Morgenstunden die bessere Wahl gewesen.
 
Am Samstag fand der Zusatzwettbewerb statt, in dem die Allgemeinathletik der Kinder auf den Prüfstand kam. Dort waren die Ergebnisse sehr knapp. Der Hamburger Rudernachwuchs glänzte mit guten Koordinativen Fähigkeiten und kratzte meisten gerade eben am 2. Platz vorbei, oft nur mit einem halben Punkt Differenz.
 
Am Sonntag wurden die 1000 Meter Finals ausgefahren. Hamburg erreichte dort insgesamt gute Platzierungen, im Schnitt in jeder Einzeldisziplin den 10. Platz. Dafür, dass wir von der Teilnehmerzahl nur auf Rang 12 der Bundesländer waren ist dies ein gutes Ergebnis.
 
 
 
 
Nun unsere startenden Boote im Einzelnen:
 
1x 14 – Benno
Benno konnte, wie Eingangs schon erwähnt, nun leider nicht an den Start gehen. Dies ist sehr schade da er eigentlich immer im Training sehr fleißig ist. Als Extra-Motivation hat er nach dem Landesentscheid, bei dem er sich wie berichtet als schnellster Hamburger Einer durchsetzen konnte, von Jan noch einen Top-Einer der Trainingsgruppe rudern dürfen, in dem er im Training auch sehr gut unterwegs war. Um trotzdem abschätzen zu können, zu welcher Leistung ein fitter Benno imstande gewesen wäre, als Vergleich der zweite Hamburger Einer vom Hanseat, der beim Landesentscheid mit gut Wasser geschlagen wurde. Dieser Ruderer hat es auch ins erste Finale der schnellsten auf der Langstrecke geschafft und war bis zur Streckenhälfte mitten im Feld, bis er einen Krebs zog. Da Benno nun noch etwas schneller war, hätte man ein sehr gutes Ergebnis von ihm sehen können. Aber so kann es im Sport gehen, wir sind jedoch gespannt, wie er nächstes Jahr im Leistungssport ankommen wird!
 
4x+ 13/14 – Ben, Philipp, Carlos, Cesar & Stm. Lars
Der Vierer startete als erstes Hamburger Boot auf die Langstrecke und zeigte eine vernünftige Leistung. Gegen die Boote aus dem Osten hatte man keine Chance, diese erruderten Ergebnisse, die auch fast an Leistungen aus dem Bereich der A-Junioren herankommen. Eine solche Leistung ist mit drei Trainingsterminen in der Woche nicht zu erreichen und mehr Training im Kinderbereich unserer Meinung nach nicht notwendig, sie die mehr machen möchten sind als Junior bei Jan gerne willkommen!
Der Vierer erreichte somit Platz 13 von 19 Booten, für eine eher leichtgewichtige Mannschaft in einem schweren Feld eine gute Platzierung. Unser Vierer startete nun im C-Finale und ruderte dort ein sehr gutes Rennen. Die Führung wechselte zwischen ihnen und einem Boot aus Breisach hin und her, ein wahrer Bord an Bord Kampf. Kurz vor Beginn des Endspurts hatte das Breisacher Boot sich dann doch fast eine Länge Vorsprung erarbeitet, im Endspurt kämpfte sich unsere Mannschaft aber noch einmal heran, wäre die Strecke ein wenig länger gewesen hätte es vermutlich gereicht. So erruderte der Vierer einen sehr guten 2. Platz mit nur einer halben Sekunde Rückstand auf Platz 1.
 
2x 13/14 -  Maxi & Ruben
Maxi und Ruben hatten keinen perfekten Start in die Regatta, denn wie anfangs erwähnt kränkelte Maxi zwei Wochen lang vor sich hin und bis zum Mittwoch war es nicht klar, ob er mitkommen würde. Von diesem Boot dachten wir, dass sie es mit einer guten Leistung auf der Langstrecke ins A-Finale schaffen können, also unter die besten 6 Boote. Aufgrund Maxis vorheriger Krankheit war er leider nicht bei einhundert Prozent Leistungsfähigkeit. Aus diesem Grund schafften sie den Sprung ins erste Finale leider nicht ganz. Es ging bei den schweren Doppelzweiern des ältesten Jahrgangs sehr eng zu, unsere Jungs erreichten „nur“ den 12. Platz, jedoch trennten sie nur acht Sekunden vom begehrten 6. Platz. Der Doppelzweier aus Kappeln, auf dem Landesentscheid in Rostock noch eine Sekunde langsamer als unsere Jungs, erreichten auf der Langstrecke Platz 3. Fit wäre unser Zweier vermutlich auch in diesem Bereich gefahren. In den Einteilungen für die Langstreckenabteilungen hatten die beiden als Ausgleich aber ein klein wenig Glück, sodass dort noch ein zweiter Platz heraussprang.
Am Sonntag startete der Zweier also wie der Vierer ebenfalls im C-Finale. Auch hier zeigte sich wie auf der Langstrecke das hohe Niveau und die Geschlossenheit des Feldes, es sollte ein enges Rennen werden. Über die meiste Zeit führten Maxi und Ruben mit ein wenig Vorsprung vor einem Boot aus Hannover, ungefähr 100 Meter vor dem Ziel konnte das Hannoverische Boot unsere Jungs dann passieren, die sich das jedoch nicht gefallen ließen und noch einmal konterten und im Ziel mit zwei Sekunden Vorsprung ankamen! Platz eins im C-Finale und gesamt Rang 12 im 25 Boote starken Feld.
 
 
Wir reisten aus Hürth mit 3 Medaillen ab, einem zweiten Platz in einer Abteilung für den 2x auf der Langstrecke, einem C-Final Sieg für den Zweier und der Vierer erreichte den zweiten Platz im C-Finale. Herzlichen Glückwunsch Jungs! Im ältesten Jahrgang ist das Niveau schon teils sehr hoch, es sind also Ergebnisse mit denen wir zufrieden sein können!
Es war also ein erfolgreiches Wochenende für den DER HAMBURGER UND GERMANIA RUDER CLUB!
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