Regatta Rüdersdorf 2015

REGATTA RÜDERSDORF – 16. & 17. MAI 2015

 

Regatta Rüdersdorf, warum dieses Jahr nicht Bremen? Aufgrund der terminlichen Nähe zur Regatta in Lübeck haben wir Kindertrainer dieses Jahr beschlossen einmal andere Pfade zu beschreiten und gefühltes Neuland zu betreten. Aber ganz unbekannt war auch diese Regattastrecke nicht, fand hier doch im letzten Jahr der Bundeswettbewerb für die Kinder statt! Nun war nach Regatta Lübeck zwei Wochen Zeit, um in Lübeck erfolgreiche Boote zu trainieren und neue Kombinationen auszuprobieren, und nicht direkt den Hänger für die eine Woche später stattfindende Regatta in Bremen praktisch nur umzuladen. Ein weiterer Vorteil in Rüdersdorf ist die Regattastrecke mit sechs Bahnen. In Bremen werden maximal drei Boote auf die Strecke gelassen, sodass in Rüdersdorf Rennen mit vollen Feldern gegen die starke Konkurrenz aus  Berlin, Rostock, Potsdam, Magdeburg und Co. gefahren werden konnten. Besonders interessant natürlich für unsere Jungs mit den Ambitionen sich über den Landesentscheid für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren, da dann auch Teile der hier anwesenden Gegner wieder am Start liegen werden!
 

Abfahrt für unsere zehn Jungs starke Truppe war schon am Freitagmittag, was direkt auch zwei Nächte in der Turnhalle bedeutete. Jedoch brachen wir nur mit acht der zehn auf, Artur war schon in Berlin, wurde Abends zu unserer Ankunft an die Strecke gebracht, und Roman hatte auf der Rückfahrt aus dem Belgien-Urlaub Schwierigkeiten, sodass Romans Vater auch ihn direkt an die Regattastrecke brachte, ohne Umweg über Hamburg. Hier noch einmal Danke an Torben für den damit verbunden organisatorischen Mehraufwand!

 

Nun zum sportlichen, im Vergleich zur sehr erfolgreichen Regatta in Lübeck mit vielen Siegen war die schon erwähnte Konkurrenz im Osten ein anderes Kaliber. Unsere Jungs mussten sich auf am Samstag zuerst auf der 1000-Meter-Strecke messen, wo besonders unser Doppelvierer Lehrgeld zahlen musste und sich im Gesamtvergleich weiter hinten wiederfand. Ich als Trainer war aber auch mit der Einstellung am Morgen nicht zufrieden, was die Jungs anscheinend auch mitbekommen haben, wenn Anweisungen wie „kontrolliert ob alles am Boot fest ist“ nach dem Rennen mit „am Boot waren noch Muttern lose“ befolgt werden spricht das für sich…

Aber nachmittags zu Ihrem Doppelzweier-Rennen wurden die Boote unaufgefordert kontrolliert und sogar die Rollschienen gereinigt, ich hoffe ihr habt eure Lektion verstanden Jungs, so stelle ich mit den Umgang mit dem Bootsmaterial vor! ;-) Diese Rennen konnten dann zwar nicht gewonnen werden, waren aber schon deutlich besser gerudert als der Vierer am Morgen.

Benno und Lasse im Einer, Roman und Lars im Doppelzweier hatten morgens noch etwas Anlaufschwierigkeiten, fuhren aber alle solide Rennen, sicherlich noch mit Luft nach oben. Der eben erwähnte Lars sowie Ilja und Artur, alle mit ihren ersten Regattaerfahrungen in Rüdersdorf, können alle Stolz auf ihre Rennen sein, auch wenn vielleicht noch nicht alles geklappt hat, sei es eine zu ruhige Schlagzahl, oder eine große Boje auf der Regattastrecke als Hindernis, wir als Trainer sind mit euch insgesamt sehr zufrieden gewesen! Und neben dem Einstieg in den Regattasport habt ihr nebenbei auch noch Riggern und das richtige Befestigen der Boote auf dem Hänger gelernt…

 

Auf der am Sonntag als erstes anstehenden Langstrecke (im 30sek Abstand nacheinander gestartet, das Rennen gegen die Uhr) durfte sich als erstes wieder der Doppelvierer beweisen. Im Gegensatz zu gestern wurde das Rennen als Einheit bestritten und sah auch richtig gut aus, gegen die starken Jungs aus dem Osten der Republik blieb jedoch nur Platz fünf. Aber Kopf hoch Jungs, hier ist mit Training Richtung Landesentscheid & Bundeswettbewerb das letzte Wort noch nicht gesprochen, jetzt liegt es auch an eurem Fleiß! Auch kein Sieg sprang für unsere Einerfahrer Ruben und Benno heraus, aber Benno konnte mit Platz drei in Schlagdistanz zu Platz eins und zwei ein Ausrufezeichen hinter seinen Wunsch setzen, den Einer auch auf dem Bundeswettbewerb zu rudern.

 

Zum Abschluss des langen Regattawochenendes hielt die Regatta in Rüdersdorf noch eine Spezialität bereit, die ich noch nicht kannte: Das Schlagzahlrennen! Das was?! Kurz zu den Regeln: 300 Meter Renndistanz, maximal zugelassen 20 Schläge, nicht Schlagzahl, das wäre ja einfach, nein ZWANZIG Schläge, egal wie über die Strecke verteilt.

Da auch wir Trainer hier keine Erfahrung aufweisen konnten ging die Taktik im ersten Doppelvierer – 10 Schläge – Pause laufen lassen – die zweiten 10 Schläge – noch nicht ganz auf, das Boot führte lange erreichte trotz Schiebewind das Ziel dann leider aber nicht ganz, war somit disqualifiziert. Der zweite Doppelvierer wurde mit angepasster Taktik – 10 Schläge – Pause – 5 Schläge – Pause – 5 Schläge – gerudert, hier war die Schlagzahl etwas hoch sprich die Jungs machten zu wenig Meter pro Schlag, erreichten immerhin aber regelkonform das Ziel. Unsere letzte Hoffnung auf einen Sieg in Rüdersdorf lag somit nun auf Ruben & Benno im Doppelzweier. Auch Schlagzahlrennen, auch 20 Schläge erlaubt und ich habe schon überlegt, wenn die 4er solche Schwierigkeiten haben, wie sollen die beiden im Zweier die 300 Meter schaffen? Die Antwort: Es ging! Mit voller Länge, sehr ruhiger Schlagzahl und maximalem Durchzug und auch der 10-5-5-Taktik reichte es im letzten Rennen des Wochenendes noch zum ersten Sieg für den DER HAMBURGER UND GERMANIA RUDER CLUB in Rüdersdorf, nochmal meinen Glückwunsch ihr zwei!

Mein Fazit für die Regatta in Regatta in Rüdersdorf, die uns mit viel Sonne, ganz wenig Regen, starker Konkurrenz, top Wasserbedingungen und netten Helfern dieses Wochenende versorgt hat – gerne einmal wieder!


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